15.02.2012

Handgranatenfund in Wetzlarer Supermarkt

Hausdetektiv festgenommen

Nach dem Fund einer Handgranate in ein Wetzlarer Supermarkt vermelden Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei einen schnellen Ermittlungserfolg. Ein 40-jähriger Deutscher aus dem Landkreis Gießen legte vor einem Haftrichter des Amtsgerichts Wetzlar ein Geständnis ab.

In den Nachmittagsstunden des 26.01.2012 entdeckte ein Detektiv des Supermarktes in einem Regal mit Spielwaren eine Handgranate. Er informierte die Marktleitung, die wiederum sofort die Polizei alarmierte. Nachdem Polizisten die Granate in einen sicheren Bereich außerhalb des Marktes gebracht hatten, entschärfte ein Experte des Hessischen Landeskriminalamtes den explosiven Gegenstand. Anschließend evakuierte die Polizei den Markt. Eine Durchsuchung des Gebäudes brachte keine weiteren explosiven Gegenständen zu Tage.

Durch akribische Ermittlungsarbeit klärten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sonderkommission, in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft, nun die Tat auf. Den Durchbruch brachte die Auswertung der Videoüberwachung im Markt. Hierdurch geriet der Finder selbst in den Fokus der Kriminalisten. Heute Morgen (14.02.2012) klickten die Handschellen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fand die Kripo keine weiteren gefährlichen Gegenstände. Die Granate will er sich vor einem halben Jahr besorgt haben. Derzeit geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass ihn sein Streben nach Anerkennung zu dieser sehr gefährlichen Tat trieb.

Der Wetzlarer Richter erließ Haftbefehl. Anschließend ging es für den 40-Jährigen in eine hessische Justizvollzugsanstalt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie weitere Strafvorschriften vor.

ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen

 


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